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LESUNGEN


 17. Januar 2015 Wasserturm Kreuzberghttp://baukasten.serverprofis.net/index.php?controller=content&action=liveframe&id=183139#

17. Januar 2015
Wasserturm Kreuzberg

Die erste Leseperformance der Daughters and Sons of Gastarbeiters fand am 17. Januar 2015 im Wasserturm in Kreuzberg statt. Es wurden über soziale Netzwerke Freunde und Bekannte eingeladen. Im Publikum saßen ferner auch Eltern und Geschwister der Autorinnen und Autoren. Der Saal platzte aus allen Nähten.

Die Gäste wurden von den Daughters and Sons of Gastarbeiters am Eingang mit Eau de Cologne empfangen. In der Türkei wird Eau de Cologne den Gästen zur Begrüßung angeboten. Die Gäste erfreuten sich an diesem Willkommensakt und hielten ihre Hände unter den Strahl des Zitronenwassers.

Den Abend eröffnete Neda Navaee mit einer Klaviereinlage. Vor Beginn der Lesung tönte aus den Lautstärkern die Startmusik von Köln Radyosu, die den türkischen Gastarbeitern bis in die 1990er Jahre als Verbindung zur Heimat galt. Vor jeder Lesung stellten die Autorinnen und Autoren einen für sie bedeutenden Gegenstand ihrer Erinnerung an die Vergangenheit auf das Podest: Geklöppelte Tischtücher, Plastikblumen, ALDI Schokolade etc.

Das Publikum war berührt und begeistert zugleich von den teils komischen, teils rührenden und traurigen Geschichten, die die Autoren und Autorinnen, Mehmet Ata, Ferda Ataman, Imran Ayata, Çiçek Bacik, Serkan Deniz, Ebru Taşdemir und Zoran Terzić vortrugen. Einigen Gäste war anzusehen, dass sie ihre Tränen kaum zurückhalten konnten. Der Abend endete mit einem Applaussturm für Çiçek Baciks Eltern, die ebenfalls zur Lesung erschienen waren, um der Geschichte ihrer Tochter zu lauschen, die in ihr dem Vater gebührende Anerkennung für seine Leistung erwies.






30. April 2015
Read!Berlin  Kalkscheune

Nach der erfolgreichen Premiere wurden die Daughters and Sons of Gastarbeiters zur Abschlussveranstaltung des Read!Berlin Literaturfestivals in der Kalkscheune Ende April 2015 eingeladen. Auch die zweite Lesung war sehr gut besucht.
Diesmal wurden die Gäste zusätzlich noch mit Lokum, einer türkischen Süßigkeit auf Basis eines Sirups aus gelierter Stärke und Zucker, begrüßt. So nach dem Motto Tatlı Yiyelim Tatlı Konuşalım, lasst uns was Süßes essen und süß schnacken...

Diesmal war es ein sehr bunt durchmischtes Publikum. Sowohl Freunde und Familie der Autoren und Autorinnen als auch zahlreiche deutsche Zuhörer waren zur Lesung gekommen.

An der zweiten Lesung beteiligten sich Mehmet Ata, Ferda Ataman, Çiçek Bacik, Ebru Taşdemir, Zoran Terzic und Konstantina Vassiliou-Enz.

Die Begrüßungsworte von Christian Stahl in Türkisch kamen beim Publikum sehr gut an. Zwischendurch wurden auch einige Songs of Gastarbeiter gespielt. Wie bei der ersten Lesung untermauerten die Lesenden auch diesmal ihre Geschichten mit Fotos aus der Vergangenheit und stellten einen mitgebrachten Gegenstand auf einen separaten Tisch: Niveacreme, Kassette, Cafétasse, Eau de Cologne etc.

In der abschließenden Podiumsdiskussion hatte das Publikum die Gelegenheit, den Autorinnen und Autoren Fragen zu stellen.

Nach der Lesung wandte sich eine deutsche Zuhörerin im Hof der Kalkscheune an Çiçek Bacik und bedankte sich für diese Initiative. Auf die Frage, ob ihr die Lesung gefallen habe, antwortete sie: „Es geht nicht darum, ob mir die Geschichten gefallen haben. Ja, genau so war es in Deutschland der 1970er und 1980er Jahre, wie sie es in Ihren Geschichten beschreiben. Ich bin 1968er Baujahr und genau so habe ich die Atmosphäre in Deutschland empfunden!“ Sie umarmte Bacik und entfernte sich rasch mit Tränen in den Augen aus der Kalkscheune.




 17. Januar 2015 Wasserturm Kreuzberghttp://baukasten.serverprofis.net/index.php?controller=content&action=liveframe&id=183139#

11. Juni 2015
Tagesspiegel

Anlässlich der Diversity Tage in Deutschland hat Dorothee Nolte die Daughters

and Sons of Gastarbeiters am 11. Juni 2015 in den Tagesspiegel Salon eingeladen.

Zoran Terzic, Autor aus der Gruppe der Daughters and Sons of Gastarbeiters und Jazzpianist, empfing die Gäste mit selbst komponierten Klavierstücken. Den Gästen wurde im Entree vor der Lesung ein Glas Sekt und Linsensuppe serviert.

Diesmal standen Çiçek Bacik und Miguel Zamanaro mit Eau de Cologne an der Tür zum Lesungssaal. Viele Gäste konnten damit nichts anfangen und spürten Klärungsbedarf zu dieser Zeremonie. „Eau de Cologne wird in der Türkei den Gästen zur Begrüßung angeboten“, erklärten Bacik und Zamanaro. Viele, die an den beiden vorbei gingen, hielten nicht ihre Handfläche sondern den Handrücken unter den Strahl des Zitronenwassers. Einige machten um das Kölnisch Wasser einen Bogen und suchten die zweite Tür auf, um in den Saal zu gelangen.

Bei dieser Lesung wurden zusätzlich zu den Fotos auch Videoaufzeichnungen aus den 1980er Jahren gezeigt, die Licht auf ein Gastarbeiterviertel der 1980er Jahre in Spandau Neustadt wirft.

In der Diskussionsrunde im Anschluss an die Lesung stand die Integrationsdebatte in Deutschland mehr im Raum als die individuellen Geschichten der Autorinnen und Autoren. Den Abend bereicherten mit ihren Geschichten: Ferda Ataman, Çiçek Bacik, Kemal Hür, Zoran Terzic, Konstantina Vassiliou-Enz und Miguel Zamorano.



 Sommerfest am 27. Juni 2015, Wasserturm Kreuzberg

27. Juni 2015

Wasserturm Kreuzberg 
Sommerfest

Am 27.6.2015 feierten die Daughters and Sons of Gastarbeiters ein Sommer-Grillfest.
Die ersten Gäste nahmen gemütlich Platz an den Holzbänken im schönen Garten des Wasserturms. Im Grill loderten schon die ersten Flammen. Der Himmel überzog sich langsam mit trüben Wolken. Ein paar Sonnenstrahlen gelang es trotzdem durch die Wolken hindurch zu schimmern. Ein unerwarteter Platzregen vertrieb die gemütlichen Gäste in die Räumlichkeiten des Wasserturms. Dort wurden sie von dem Saz-Spieler Cemal Karışma überraschend empfangen, der sie in die Welt der türkischen Volksmusik entführte.

Den Abend eröffnete Ebru Taşdemir mit einer heiteren Geschichte über das Schweinefleisch. Çiçek Bacik unternahm in ihrer Erzählung eine Reise in die verschollenen Erinnerungen ihrer Kindheit in Gölgeli Tokat. Ayça legte in ihrer Geschichte ein beeindruckendes Zeitzeugnis über die Erfahrungen ihrer Mutter als Akkordarbeiterin bei Siemens in Berlin ab. Von den erschütternden Erlebnissen dieser Gastarbeiterin war das Publikum zu Tränen gerührt. Zoran Terzić zog das Publikum mit seinem philosophischen Text über die Bedeutung und Wirkung der Farben in seinen Bann. Emel Özdemir beschrieb in ihrer Erzählung, wie sie mit dem plötzlichen Tod ihres Vaters mit ihrer Familie in die Türkei ging und welche Diskriminierung sie als Deutschtürkin in den türkischen Schulen und später als Türkin in Deutschland erfahren hat. Konstantina Vassiliou-Enz erzählte über die Einwanderung ihrer Familie aus Griechenland nach Deutschland und die Schwierigkeiten, mit denen sie konfrontiert war.




8. Juli 2015

Soli- Lesung für Bizim Bakkal

Daughters and sons of Gastarbeiters unterstützen mit einer Soli-Lesung die Bürgerbewegung „Bizim Kiez“, die sich gegen die immer stärker werdenden Verdrängungstendenzen zur Wehr setzt. Sie forderten den Stopp der Verdrängung von sozial Schwachen aus Kreuzberg.

Die Lesung fand vor dem Gemüseladen Bizim Bakkal statt, der von der Verdrängung im Wrangelkiez bedroht ist. Es haben an der Lesung teilgenommen:

Çiçek Bacik, Serkan Deniz, Ebru Taşdemir, Zoran Terzić, Miguel Zamorano.




16. September 2015

Lesung bei der taz

Text von: Tobias Lau

Es wurden Arbeiter gerufen, doch es kamen Menschen an“ vertonte Cem Karaca 1984 das landläufig bekannte Zitat Max Frischs. Menschen sind aber keine graue Masse, sondern Individuen mit eigenen Geschichten, Ansichten und Empfindungen – eine eigentlich triviale Einsicht, die in der leidlichen „Integrations“-Debatte allzu oft untergeht. Diese Wahrnehmung aufzubrechen und einen Blick auf die typischen wie untypischen Schicksale und Lebensläufe der „Daughters and Sons of Gastarbeiters“ zu lenken, hatten sich Ferda Ataman und Çiçek Bacık zum hehren Ziel gemacht, als sie ihr gleichnamiges Literaturprojekt Anfang dieses Jahres aus der Taufe hoben.

Im voll besetzten taz-Café erzählen Çiçek Bacık, Zoran Terzić, Miguel Zamorano, Emel Özdemir, Serkan Deniz und Şükran Altunkaynak Geschichten und Geschichtchen vom Aufwachsen als Gastarbeiterkinder in Deutschland, der Rückkehr in die Heimat der Eltern sowie eigenen Erkundungsreisen in die weite Welt. Was der Lesereihe einen besonderen Charakter verleiht und sie von anderen Veranstaltungen mit ähnlicher Thematik abhebt, ist der humorvolle, augenzwinkernde und oft selbstironische Stil, in dem die Geschichten dem größtenteils deutschstämmigen Publikum durch Bilder und Musik abgerundet dargeboten werden. Die besten der Referenten verstehen es, auch heiße Eisen in pointierten Anekdoten aus ihrem Alltag reflektiert anzugehen und dem Zuhörer dabei in angenehmer Regelmäßigkeit ein Lachen ins Gesicht zu zaubern (Quelle: http://dtj-online.de/deutschland-ist-auf-die-fluechtlinge-heute-besser-vorbereitet-als-damals-auf-uns-gastarbeiter-61648).




14. Oktober 2015
Gespräch und Lesung

Jüdisches Museum

Im Rahmen der "Neuen deutschen Geschichten" traten die Daughters and Sons of Gastarbeiters am 14. Oktober 2015 im Jüdischen Museum auf. Ein besonderer Ehrengast war Filiz Taşkın aus der ersten Gastarbeitergeneration. Sie berichtete aus welchen Motiven sie 1964 als junge Textilarbeiterin aus Istanbul nach Berlin aufgebrochen und mit welchen Herausforderungen sie ohne jegliche Sprachkenntnisse in Deutschland konfrontiert war. Mit Begeisterung schilderte sie die anfängliche Aufbruchstimmung und das friedliche Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen in der quirligen Inselstadt Berlin. Taşkın berichtete, wie sie nach 30 Jahren ein Treffen mit den ersten Gastarbeiterinnen organisierte. Sie dokumentierte diese Begegnung mit einem Foto. Eine Zuhörerin aus dem Publikum erkannte auf diesem Bild zufällig ihre bereits verstorbene Mutter und war über die Erzählung Taşkıns zu Tränen gerührt.Anschließend trugen die Daughters and Sons aus der zweiten Generation ihre Geschichten vor.Die Erzählungen und Lesungen wurden mit Fotos, Erinnerungsstücken und einer Filmdokumentation aus den frühen 1980er Jahren begleitet. Die Veranstaltung endete mit einer lebhaften Diskussion mit dem Publikum.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Talks und Lesung waren: Filiz Taşkın,
Çiçek Bacık, Ebru Taşdemir, Zoran Terzić,
Miguel Zamorano und Nusrat Sheikh.

© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Ernst Fesseler




 Literatürk

31. Oktober 2015

Literatürk, Heldenbar

Grillo Theater Essen

Den 8. Leseauftritt hatten die Daughters
and Sons of Gastarbeiters am 31.10.2015

im Rahmen des Literatürk Festivals in Essen, das diesmal die Menschenrechte auf ihre Fahne geschrieben hatte. Es war uns ein Vergnügen in der wundersamen Heldenbar des Grillotheaters zu lesen und unsere Geschichten weit über die Grenzen der Hauptstadt zu tragen und sie mit dem begeisterten Essener Publikum zu teilen.

Zu Beginn der Veranstaltung würdigte die Abgeordnete und Präsidentin des nordrhein-westfälischen Landtags, Carina Gödecke, die Beiträge der Daughters and Sons of Gastarbeiters mit einem Grußwort. Sechs Erzählungen aus unterschiedlichen Städten Deutschlands warfen ein neues Licht auf die gelebte Vielfalt in der Einwanderungs-gesellschaft werfen. Es lasen: Çiçek Bacik, Snjezana Petrovic,  Nilüfer Şahin, Zoran Terzić,

Wolfgang Farkas und Miguel Zamorano.



23. Januar 2016

Wasserturm Kreuzberg

Jubiläumslesung

 Das einjährige Jubiläum zelebrierten die Daughters and Sons of Gastarbeiters im Wasserturm Kreuzberg. Wir danken Hakan Aslan herzlich für die Bereitstellung der Räumlichkeiten.

Was ist geschehen? Çiçek Bacik setzte ihre "Familienverhöre" mit ihrem Vater fort und erzählte über seinen Traum, einen Massey Ferguson Traktor zu kaufen.  

Zoran Terzic begeisterte sein Publikum mit einem eigens für das Jubiläum komponierten Musikstück  und einem Klavierworkshop zur Musik des Morgen-; Mittag- und Abendlandes. Şükran Altunkaynak erzählte über ihren Vater, wie er in der Türkei ein ausgesetztes Katzenbaby vor bösen Kindern befreit und 

Ebru Tasdemir schilderte in ihrer Geschichte Glamour und Ödnis einer türkischen Hochzeit. Serkan Deniz packte seine Erinnerungen in eine Performance und lieferte sie pünktlich und vor Ort beim Publikum ab.

Çiçek Bacik und Zoran Terzic produzierten für das einjährige Bestehen mehrere Videos zum Thema Arbeitsmigration nach Deutschland.

Die neuen Geschichten, die Performance und die Kurzfilme kamen beim Publikum sehr gut an.

 

 

 Lesung Hamburg

 GEW Hamburg, 26.02.2016

Ein Abend voll Humor und Liebe“

Mit einem bunten Strauß an Geschichten faszinierten die Daughters and Sons of Gastarbeiters auch das Hamburger Publikum. Die Erzählungen reichten von einer Familienlegende, musikalisch-politischer Harmonielehre, Reiseerlebnisse nach Andalusien, bis hin zum roten Traktor eines türkischen Gastarbeiters und die Deutschlandverbundenheit der ersten Generation. Bilder aus dem Familienalbum und Relikte aus der Vergangenheit unterstrichen zudem die Authentizität der Erzählungen. Zwischen die Geschichten wurden Fragmente aus dem dokumentarischen Film der Daughters and Sons of Gastarbeiters (2015) zum Thema „Was ist Gastarbeiter“ eingeblendet.

Reaktionen aus dem Publikum:

Eine Zuhörerin um die 80 war ganz angetan und schwärmte von einem Abend „volle Humor und Liebe.“

Ein Gast mit deutschem Hintergrund: „Ich erkenne mich in den Geschichten wieder. Es gibt viele Parallele. Das hätte ich nicht gedacht.“

Ein anderer Gast, der selbst keinen Migrationshintergund hatte, erkannte sich aber ebenfalls in den Geschichten wieder, weil er Parallelen zu seiner eigenen Kindheit ausmachen konnte (er war innerhalb Deutschlands mit Familie umgezogen).

Ein Zuhörer: „Es ist kaum zu fassen, dass ihr es geschafft habt bei so viel struktureller Diskriminierung in unserem Land und ein Tableau der Versöhnung abzugeben.“

Mitgewirkt an der Lesung haben: Eva Andrades, Çiçek Bacık, Serkan Deniz, Nilüfer Şahin, Zoran Terzić und Miguel Zamorano.