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Autorinnen & Autoren


Eva Maria Andrades Vazquez ist Tochter andalusischer Gastarbeiter, die Anfang der 1970er Jahre ins Sauerland kamen und dort länger blieben als gedacht. Sie hat Rechtswissenschaften in Potsdam und Madrid studiert und in Berlin ihr zweites Staatsexamen gemacht. Seit 2019 ist sie Co-Geschäftsführerin des Antidiskriminierungsverbands  in Berlin. Sie lebt mit Mann und drei Kindern in Berlin.

 

Dr. Mehmet Ata. In Bochum geboren, studierte Kommunikationswissensschaft, promovierte über den “Mohammed-Karikaturenstreit in den deutschen und türkischen Medien”. Er ist Leiter der Redaktion beim Mediendienst.


Ferda Ataman, Co-Initiatorin der Daughters and Sons of Gastarbeiters. Studium an der Berliner Journalistenschule und Politikwissenschaftlerin. Sie ist Mitbegründerin der Neuen Deutschen Medienmacher, einer Initiative für mehr Vielfalt in den Medien.Sie  ist Sprecherin der Neuen Deutschen Organisationen, einem Netzwerk von 100 Vereinen, Organisationen und Projekten aus ganz Deutschland.Darüber hinaus ist sie Kolumnisten im Spiegel Online und brachte 2019 ein Buch  unter dem Titel Hört auf zu fragen. Ich bin von hier heraus

 

Dr. Çiçek Bacik, 1972 in Almus /Tokat geboren, ist Co-Initiatorin und Leiterin der Daughters and Sons of Gastarbeiters. Sie studierte Neuere Deutsche Literatur und Französische Philologie an der Freien Universität Berlin und an der Sorbonne. 2012 promovierte sie an der Philipps Universität Marburg in Politik über türkische Fernsehsender in Deutschland. Sie ist Co-Herausgeberin und Autorin von „Intercity Istanbul Berlin“ (2010). Ihre Promotionsarbeit „Türkisches Fernsehen in Deutschland – Narrenfreiheit und mangelnde Medienaufsicht“ erschien 2014. 

 

Aziz Bozkurt, ist in Bünde geboren und lebt in Berlin.  Seit  2012 ist er Mitglied im Landesvorstand der SPD Berlin, zugleich übernahm er den Landesvorsitz der AG Migration und Vielfalt der SPD in Berlin. Seit 2015 ist er Bundesvorsitzender der AG Migration und Vielfalt in der SPD.

 

Ozan Ata Canani, im Südosten der Türkei 1963 in Maras geboren. Er kam Mitte 1975 in Bremerhaven an. Ein paar Jahre späte ging es nach Köln. Heute wohnt er in direkter Nachbarschaft zur Domstadt in Leverkusen.
Nachdem er die Realschule beendet hatte, arbeitete er in verschiedenen Beschäftigungen in der Elektrobranche, konzentrierte sich aber zunehmend auf seine Musik. Früh begann er die türkische Langhalslaute “Baglama” zu spielen. Mit 15 begann er in deutschen und türkischen Texten sich mit den akuten Problemen und Sorgen – Fremde, Ausgrenzung, Arbeits- und Lebensbedingungen sowie Heimweh der damaligen Gastarbeitergeneration in Deutschland auseinanderzusetzen. Sein Song “Deutsche Freude” von 1978 spricht vielen Gastarbeitern, wie damals die Arbeitsimmigranten aus Südeuropa genannt wurde, aus der Seele. Darin bezieht er sich auf Max Frisch´s Zitat: „Wir riefen Arbeitskräfte, und es kamen Menschen“ und gibt das Dilemma der damaligen Einwanderer in Deutschland wieder, die als Arbeitskräfte ins Land geholt wurden, aber doch irgendwie ungewollt waren. Ata schafft es mit seinen Texten vor allem die türkischen Gastarbeiter zu erreichen und ihre Gefühle wiederzugeben. Ende der Siebziger schließt er sich der türkischen Band “Die Kanaken” um die Anadolu Rock Legende Cem Karaca an. Nach Karaca´s Rückkehr aus dem politischen Asyl in Deutschland zurück in die Türkei, treten der Rest der Band und Ozan Ata Canani als “Die Kanaken 2″ auf. http://ozanatacanani.de/

 

Abdulvahap Çilhüseyin, ist Enkelkind einer Gastarbeiterin und lebt in Stuttgart. Von einer Lesung der Daughters and sons of Gastarbeiters in Stuttgart inspiriert begann er die faszinierenden Geschichte seiner Großmutter zu schreiben, die vor kurzem (2018) erschienen ist: „Ein türkische Geschichte“: Sie war damals eine von den Ersten. Eine von den ersten Gastarbeiterinnen, die in den 60ern Ihre Heimat verlässt. Aus der Stadt Sivas in der Zentraltürkei macht Sie sich alleine auf dem Weg ins fremde Deutschland. Der Leser wird nicht nur mit Ihrem sehr persönlichen und facettenreichen Leben konfrontiert, sondern wird auch mitgenommen auf eine Kulturreise durch die Zeit. Eine faszinierende und emotionale Biografie einer starken Persönlichkeit aus Anatolien.

 

Rosaria Chirico ist 1970 in Düsseldorf geboren. Ihre Eltern kamen 1966 als Gastarbeiter aus einem kleinen Dorf in Apulien, Süditalien, nach Deutschland. Sie studierte Philosophie, Neue dt. Literatur, Linguistik und Romanistik in Düsseldorf und Berlin, ist ausgebildete DaF-Trainerin und zertifizierte Coach (ILP). Sie lebt und arbeitet in Berlin als Freiberufliche Schreibtrainerin und Coach, sowie als Beraterin in der Berliner Frauen-Bildungsberatung KOBRA. In diesem Rahmen organisiert sie u.a. gemeinsam mit dem Willkommenszentrum Berlin einen Erzählsalon von und für zugewanderte Frauen. 

 

Semra Deniz, ist 1973 in Berlin geboren und ist Gastarbeiterkind. Ihre Eltern kommen aus Bingöl, Südosten der Türkei. Sie war Berliner Meisterin im Street Dance 1992. Sie ist Fremdsprachenkorrespondentin, Executive Assistant und Office Managerin. Außerdem ließ sie sich zur Regieassistenz und Heilpraktikerin für Psychotherapie weiterbilden. Ehrenamtlich unterstützt sie Grundschüler mit Migrationshintergrund. Bei Projektwochen einer Moabiter Grundschule begleitete sie Kinder mit Migrationshintergrund.

 

Serkan Deniz, 1974 in Berlin geboren, Projektkoordinator (Cultural Relations) und Festival-Veranstalter (Heavy Metal). Er studierte Germanistik und Anglistik an der Technischen Universität Berlin (1. Staatsexamen, Studienrat), verbrachte ein Jahr in London als Assistant Teacher und war mehrere Jahre Reiseleiter mit Nordamerikanischen Gruppen durch Europa auf Bildungsreisen. Er ist „Black Metal hörender, satanistisch geprägter agnostischer Buddhist mit muslimischem Hintergrund.“  Er arbeitet als Lehrer in Berlin.

 

Dilan GeZaza, ist 1988 in Mainz als Kind kurdischer Gastarbeiter geboren. Als viert Geborene mit großem Altersunterschied zu ihren älteren Geschwistern, konnte sie fast unbemerkt den Weg der Schauspielerin einschlagen. Seit 2013 lebt und arbeitet sie in Berlin. 

2018 hat sie ein Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin begonnen.

 

Dr. Manuel Gogos ist freier Autor und Ausstellungsmacher. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen wissenschaftlicher Essayistik, Hörbildern und Bildsprachen. Als Kurator und kuratorischer Berater ist Manuel Gogos spezialisiert auf die Musealisierung der Migrationsgeschichte. Dafür hat er als Sohn eines griechischen Gastarbeiters auch ein biographisches Motiv.

Als Featureautor arbeitet er zugleich im kreativen Feld der Kunstgeschichte, wovon seine zahlreichen Künstlerportraits von Mary Bauermeister, Rudolf Steiner und Joseph Beuys zeugen. Ob als Essayist, Radioautor oder als Ausstellungsmacher: Vor allem versteht er sich als Stoffentwickler, als Erzähler von Geschichte durch Geschichten: http://www.geistige-gastarbeit.de/

 

Martin Hyun,1979 in Krefeld geboren und Sohn koreanischer Gastarbeiter, studierte Politik, International Business und International Relations in den USA, Belgien und Bonn. Er war der erste koreanischstämmige Bundesliga-Profi in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) sowie Junioren-Nationalspieler Deutschlands. Seit 2002 bereist er Südkorea, wo er 2005 für ein Jahr lebte und im koreanischen Parlament arbeitete. Von 2010 bis 2014 war er freiberuflich als Kolumnist für Deutschlandradio Kultur tätig. Er ist Gründer des interkulturellen Vereins »Hockey is Diversity e.V.« und veröffentlichte u. a. den Band »Ohne Fleiß kein Reis. Wie ich ein guter Deutscher wurde« und "Lautlos - Ja Sprachlos - Nein: Grenzgänger zwischen Deutschland und Korea". Zuletzt arbeitete er als sporttechnischer Leiter für Eishockey und Para-Eishockey im Organisationskomitee der Olympischen Winterspiele 2018 in Südkorea.

 

Jasmin Yağmur Karahan ist 2003 in Berlin geboren. Sie ist Einzelkind einer Gastarbeitertochter. Sie ging sechs Jahre auf die Evangelische Schule im Johannesstift und besucht seit 2015 das Freiherr von Stein Gymnasium in Spandau. Zu ihren Hobbies gehören, Klavier spielen, Zeichnen und Singen.

 

Snjezana Petrovic ist Gastarbeiterkind. Sie ist in Bayern geboren und ist in einem multikulturellen Umfeld zwischen "Heidi deine Welt sind die Berge" und Balkan-Akkordeon aufgewachsen. Sie ist Übersetzerin für Englisch/Deutsch/Serbokroatisch und Mutter eines 13- jährigen Jungen. Für den Balkan ist unverschämterweise Vegetarierin.

Durch einen kleinen Blog versucht sie die Heimat ihrer Eltern zu ergründen und ihre Wurzeln zu behalten bzw. zu entdecken.

 

Nilüfer Şahin ist Journalistin und Autorin. Sie studierte Kommunikationswissenschaft (M.A.), Psychologie und Germanistik. Sie ist Mitbegründerin und Vorstandsmitglied der Neuen deutschen Medienmacher und arbeitet für das Bundespräsident Johannes Rau - Journalistenprogramm. Sie ist ein Kind des Ruhrgebiets; sie bloggt, kocht und entwickelt Rezepte auf KochDichTürkisch.de. Seit einigen Jahren arbeitet als Lehrerin.


Nusrat Sheikh stammt ursprünglich aus Bonn und arbeitet seit mehreren Jahren im Rahmen der Internationalen Zusammenarbeit. Sie ist dankbar über ihre fünf Jahre in Pakistan und Südasien nach ihrem Studium und die dort gemachten beruflichen sowie persönlichen Erfahrungen. Gegenwärtig lebt sie in Berlin und arbeitet für die Deutsche Welle Akademie. Wenn es ihre Zeit erlaubt, engagiert sie sich gerne in kulturellen und literarischen Projekten.

 

Özlem Tasel ist Soziotherapeutin und arbeitet als sozialpädagogische Familienhilfe ambulant und in einer stationären Einrichtung. Außerdem studierte sie Psychologie. Sie ist Poetry Slamerin und Veranstalterin. Sie ist ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe tätig, schreibt viel und hat immer gern sehr viel um die Ohren.

 

Ebru Taşdemir, 1973 geboren, freie Journalistin, studierte Publizistik und Turkologie an der FU Berlin und ist unter anderem die Erfinderin von “Hate Poetry” und arbeitet bei der taz.

 

Kolja Unger ist vielleicht sowas wie ein Gast of Daughters and Sons of Gastarbeiters. Er hat in Hildesheim Literarisches Schreiben studiert und schreibt Kurzgeschichten, Theaterstücke und Hörspiele. Er war Stipendiat des 17. Klagenfurter Literaturkurs und Gitarrist in einer Raumschiffrock-Gruppe. Bei der Bühne für Menschenrechte ist er auch als Schauspieler in den Stücken Asyl-Monologe und Asyl-Dialoge zu sehen. Für die Daughters and Sons war er schon vermehrt als Lektor tätig und hat Kreatives Schreiben Kurse gegeben.

 

Konstantina Vassilio-Enz, 1968 in Athen geboren, Radiomoderatorin, u.a. bei radioeins. Sie ist Geschäftsführerin der Neuen Deutschen Medienmacher.

 

Koray Yılmaz-Günay  ist seit den frühen 1990er Jahren Aktivist, Publizist und politischer Bildner (Schwerpunkt: verschiedene Formen der Diskriminierung und ihre Überschneidungen sowie Antidiskriminierungspolitik). Er ist Vorstandsmitglied des Migrationsrats Berlin-Brandenburg, einer Dachorganisation von etwa 80 Migrant_innen-Selbstorganisationen. 2011 hat er den Sammelband «Karriere eines konstruierten Gegensatzes: zehn Jahre ‹Muslime versus Schwule›. Sexualpolitiken seit dem 11. September 2001» herausgegeben (zweite Auflage 2013). 2014 hat er mit Freya-Maria Klinger das Handbuch «Realität Einwanderung. Kommunale Möglichkeiten der Teilhabe, gegen Diskriminierung» veröffentlicht. Er ist in der laufen Legislaturperiode stellvertretendes Mitglied im Beirat der Bundesantidiskriminierungsstelle und gründete 2015 seinen Verlag Yılmaz-Günay.

 

Özlem Yilmazer ist eine in Berlin-Neukölln geborene Journalistin, die vor neun Jahren ihre dufte Heimat verließ, um neue kulturelle Erfahrungen in anderen Bundesländern zu sammeln. Sie studierte Diplom-Soziologie an der Freien Universität Berlin mit dem Schwerpunkt Migrationsforschung. Zur Redakteurin ließ sie sich bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ausbilden. Das Gründungsmitglied der Neuen Deutschen Medienmacher startete ihre journalistische Arbeit 1998 beim Rundfunk (SFB/RBB). Seit 2014 arbeitet sie für Non-Profit-Organisationen. Heute ist sie stellvertretende Leiterin des Referats Kommunikation, Kultur & Fundraising der Graf Recke Stiftung.

 

Didem Yüksel,in Berlin geboren, ist Erziehungswissenschaftlerin und Philologin, seit 2012 Vorstandsmitglied des Migrationsrats Berlin-Brandenburg e.V. Hauptamtlich arbeitet sie als Lebenskundelehrerin, Schulmediatorin, Systemische Beraterin und Diversitytrainerin. 

 

Miguel Zamorano, 1982 geboren, studierte Politik, Philosophie und Öffentliches Recht in Heidelberg und Lille. Ausbildung an der Deutsche Journalistenschulein München. Von Oktober 2010 bis April 2011 arbeitete er im Rahmen eines Herbert-Quandt-Stipendiums als freier Autor in Israel und Westbank. Er war hauptberuflich als Journalist (WDR, Deutsche Welle) tätig. Heute arbeitet er in Mannheim.